Die Führungskräfte von heute stehen vor großen Herausforderungen. Im Grunde genommen müssen sie heute alles sein: fachlich topfit, super-authentisch, immer auf Augenhöhe, jederzeit Zuhörer, Visionär und Motivator, Coach für alles und – nicht zu vergessen – messbar produktiv. Und damit das auch richtig gut ankommt, soll das bitte aussehen, als wäre das ein Kinderspiel, jederzeit.
The natural born leader. Nur fühlt sich nicht jeder dem von Anfang an gewachsen, baut Druck in sich auf, spürt Überforderung.
Was ist denn wirklich authentische Führung?
In meinen Führungskräftecoachings, einzeln oder in der Gruppe, räumen wir erst einmal auf. Rollenbilder, Erwartungshaltungen, was glauben wir zu müssen und bringt das irgendeinen positiven Effekt?
Gute Führung entsteht in erster Linie aus dem Zulassen können. Zulassen, dass ich spüre, dass ich anders bin als du. Dass ich meinen eigenen Stil habe und den entwickeln darf. Zulassen, meine Grenzen zu sehen und die anderer gleichzeitig besser wahrzunehmen. Zulassen, dass ich meine wahre Stärke entwickle, indem ich mich selbst besser kennenlerne. Dann kann ich – meiner selbst sicher – offen und annehmend anderen eine Leitfigur sein.
Denn exzellentes Leadership heißt nicht, Menschen irgendwo hinzuführen. Exzellentes Leadership heißt, die (Frei-)Räume und Grenzen so zu gestalten, dass darin etwas wachsen darf. Mit Freude und manchmal auch sogar Begeisterung.